Prof. Rudolf Kiss

Geboren wurde Prof. Rudolf Kiss in Halbturn im Jahre 1917, als jüngstes von fünf Kindern. In Halbturn, wo seine Eltern eine Landwirtschaft besaßen, besuchte er auch die Volksschule, die Mittelschule absolvierte er jedoch in Eisenstadt. 

Schon sehr früh zeigte sich die Liebe des Buben zum Malen. Der Knabe soll im Schulalltag durchaus nicht zu den bravsten gezählt haben. Aber er hat alle mit seinem Können überzeugt. Sein Zeichenlehrer hat das große Talent erkannt und hat ihm ermöglicht nach Wien zu gehen. Der Wiener Zeichenprofessor Fritz Stengel hat seine Werke ausgestellt. Für den Schüler Kiss ein sensationelle Chance.

Im zarten Alter von 16 Jahren bekam er seinen ersten Auftrag.  Hier illustrierte er für seinen Religionsprofessor eine religiöse Schrift. Bezahlt wurde in Naturalien: der schwache Knabe erhielt extra Rationen Lebensmittel und die Erlaubnis während der offiziellen Studienzeit zu malen. Nach seinem Studium entschied er sich mit Frau und drei Kindern nach Graz zu übersiedeln und dort eine Lehrstelle anzunehmen.

Der Burgenländer Kiss hat den Steirern sichtbar seinen künstlerischen Stempel aufgedrückt. Bekannt ist er vor allem für und durch sein Temperament, sowie seine kräftigen Farben. Seine Werke vermitteln Leidenschaft. Sein künstlerisches Schaffen ist vielschichtig – manchmal sogar wändefüllend. Seine Mosaikreliefs bestimmen die Fronten zahlreicher Wohnbauten in Graz und der ganzen Steiermark. Sehr bekannt ist auch sein Glasfenster in Bruck. Seine Stilleben sind weit mehr als Abbildungen, seine Aquarelle leicht und fließend, seine großen Öllandschaften berührend und fühlbar, sein Kalender einzigartig.

Die Werke von Rudolf Kiss wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland ausgestellt.