Heinrich Rüdisser

Heinrich Rüdisser

„Das Besondere der Technik der Inside-Outside-Improvisation (abgeleitet vom Jazz) besteht darin, die natürlichen Grenzen der Harmonie zu überschreiten, um das Repertoire zu erweitern.“

Inspiriert vom Jazz, bedient sich der, 1948 in Kärnten geborene, Künstler Heinrich Rüdisser der Technik der Inside-Outside-Improvisation. Hierbei lässt er natürliche Grenzen und Linien verschwimmen und überschreitet diese, um sie an anderer Stelle wiederherzustellen.

„In meiner Malerei geht es mir um eine nach außen gekehrte Innenschau – als theoretisches Konstrukt. Je mehr der Schwerpunkt nach außen verlagert wird, desto abstrakter erscheint die visuelle Erfahrung im Spannungsfeld zwischen Unschärfe und Genauigkeit. Stimmungsbilder (moods) entstehen.“

Der Künstler, der zu Beginn seiner Karriere eine Ausbildung zum Typographen abschloss, wollte bereits als junger Bub seine eigenen Grenzen erweitern und ging deshalb Ende der 60er Jahre nach Rom, um sich dort künstlerisch weiterzubilden. Dort wirkte er unter anderem im Foto- und Grafikstudio „Zoom“, sowie im Bildhauer-Atelier „Margo“ mit, bevor er sich 1974 für die Rückkehr in die Heimat entschied. In Wien angesiedelt, arbeitete er anfangs noch für Satzstudios und Werbeagenturen, fand jedoch 1995 den Weg in die Selbstständigkeit als freischaffender Grafiker und Maler. Seitdem her verbuchte der Künstler eine Vielzahl von Ausstellungen im In- und Ausland.